Montag, 6. Dezember 2010

Wilmas Reisemontag # 65 Rückreise

Hallo Ihr Lieben,

wir sind seit gestern Nachmittag wieder zu Hause, einen Tag später als geplant, aber gesund und munter. Das Wetter auf Fuerteventura war nicht ganz so toll,


aber es war erholsam bis ... ja bis Freitag.
Da sahen wir zufällig im Fernsehen, dass einige Flughäfen in Großbritannien wegen Schnee gesperrt waren. Wir haben also Astrid kontaktiert: "Ach, hier ist es nicht so schlimm, ich werde Euch dann am Flughafen abholen".
Am Samstag, als wir auschecken wollten, hörten wir, dass irgend etwas nicht stimmt. Madrid wurde nicht mehr angeflogen, weil die Fluglotsen streikten, einige Briten hatten gehört, dass ihre Flüge annulliert waren, diverse Reiseveranstalter führten keine Transfers durch. Wir haben das Internet konsultiert und sahen auf dem Flugplan des Airport Fuerteventura den regulären Flugplan, die Transferzeit war nicht geändert und das Hotel hatte auch keine Infos für uns. Der Transfer fand denn auch statt, der Busfahrer berichtete uns vom Fluglotsenstreik, das Militär sollte sie ersetzen und wir sollten dann am Flughafen mal zusehen.
Dort gab es riesige Menschenansammlungen vor und in der Abfertigungshalle, das Fernsehen war vor Ort - und wir sahen uns schon auf dem Flughafen nächtigen.
Dann - oh, wie schön - die Flughafengesellschaft öffnete Check In Schalter, aber - die fertigte den Flug, der am Vortag ausgefallen war, ab.
Was nun? An der Flughafeninfo verwies man uns an TUI ( wir waren auf einen TUIFLY - Flug gebucht) und dort reagierte man geradezu vorbildlich: die Flugscheine wurden kopiert, "warten Sie bitte" - und das, obwohl wir eine Art Last Minute Paket über einen anderen Veranstalter gebucht hatten. Nach einer Stunde wurden wir mit anderen Wartenden auf Busse verteilt, die uns dann in Hotels brachten.
Ärgerlich war es dann allerdings, dass bis Mitternacht keine Transferinformationen vorlagen, obwohl Flugzeiten gekannt waren. Ein TUI - Hotline, die nach langer Wartezeit erreichbar war, versicherte uns dann, vor 5 Uhr fänden keine Transfers statt, so dass wir unseren Wecker auf 4Uhr morgens stellten. Gut so, ein nächtlicher Anruf bei der Rezeption bestätigte den ganz frühen Transfer.
Nach einem spärlichen Frühstück stiegen wir in einen Bus ein, der dann offensichtlich technische Probleme hatte, nach einigen Minuten doch losfuhr und nach 1/4 Stunde wieder anhielt. Nach mehrmaligem Motor starten ging es dann weiter - bis zum Flughafen.
Dort wurden wir abgefertigt, passierten die Handgepäckkontrolle und frühstückten erst einmal. So gegen 8 Uhr erfuhren wir, dass der Flug um eine gute Stunde verschoben war. Was war passiert?? Die Abflugzeit rückte näher, es war keine TUIFLY Maschine da - fliegen wir jetzt doch nicht?
Dann wurde das Gate bekannt gegeben, ein Flugzeug einer bulgarischen Airline wartete auf uns, und es ging los. (Ein Gespräch mit einer Stewardess ergab, dass man leer aus Bulgarien gekommen war, um uns nach Hause zu fliegen, und von Düsseldorf aus wieder leer zurück fliegen würde.
Wir sind dann gut gelandet, die S-Bahn war pünktlich - und blieb dann 3 Haltestellen vor unserem Ziel stehen: "Der Zug endet hier wegen einer Betriebsstörung, evtl. wird ein Ersatzverkehr eingerichtet."
Da standen wir nun, es lag reichlich Schnee, Astrid konnte uns nicht abholen ("Ich komme aus dem Loch nicht raus, auch Fahrzeuge mit Allrad fahren sich fest"). Die Nummer der Taxizentrale der Nachbarstadt kannten wir nicht. Die Bahnhofsgaststätte hat dann angerufen und mehrere Wagen bestellt (Warum macht das die Bahn in so einem Fall nicht??????????), die dann nach und nach eintrudelten.
Wir sind dann gut bis in die Nähe unseres Hauses gekommen, aber da schon die Hauptstraßen nicht gut befahrbar waren, mussten wir mit Koffern in der Hand die letzten 500 m laufen. Endlich zu Hause!! Ein Abenteuer, was man sonst eigentlich nur im Fernsehen beobachtet.
Der Tag war für uns noch nicht zu Ende:Die Schneemassen mussten noch geschippt werden, weil Roland heute einen Außendiensttermin hatte - zu dritt 1,5 Stunden.
Und gerade habe ich meine Schreiberei unterbrochen, weil er sich auf dem Heimweg an der letzten Einmündung festgefahren hat. Wieder einmal Schnee schippen!

Eine schöne Woche Euch allen (am besten ohne Neuschnee)
Wilma

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